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Die 10 schlimmsten Fehler im Bewerbungsgespräch


Ein Bewerbungsgespräch ist eine heikle Stresssituation, in der jede Menge „Fettnäpfchen“ auf den Bewerber lauern. Damit du bei deinem nächsten Gespräch nicht in eines davon tappst, haben wir eine Liste mit den 10 schlimmsten Fehlern im Bewerbungsgespräch zusammengestellt.

1. Unpünktlichkeit

Es ist eine absolute Selbstverständlichkeit, dass du pünktlich zu deinem Vorstellungsgespräch erscheinst. Unpünktlichkeit wird nämlich von Personalern generell mit Unzuverlässigkeit gleichgesetzt und mit dieser Eigenschaft disqualifizierst du dich für so ziemlich jeden Job.

Plane also deine Anfahrt zum Ort des Bewerbungsgesprächs im Voraus und baue zur Sicherheit einen Zeitpuffer ein. Es kann immer passieren, dass du mit dem Auto im Stau stehst oder mal eine Bahn ausfällt. Im schlimmsten Fall kann es passieren, dass du eine Stunde oder länger feststeckst. In so einem Fall greife bitte unverzüglich zum Telefon und informiere das Unternehmen, damit dein Gespräch verschoben wird.

2. Schlechter erster Eindruck

Auf Englisch gibt es das wundervolle Sprichwort „You don’t get a second chance to make a first impression“. Inzwischen ist es sogar wissenschaftlich erwiesen, dass sich Menschen innerhalb von Millisekunden ein Bild von ihren Mitmenschen machen, das sich im Nachhinein nicht mehr so einfach korrigieren lässt.

Umso wichtiger ist es, gerade in einer Bewerbungssituation einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen. Das bedeutet für dich, dass du gut gelaunt beim Unternehmen ankommst und deinen Gesprächspartner freundlich begrüßt. Häufig wirst du zuerst von einer Assistentin empfangen. Auch wenn sie nicht deine Gesprächspartnerin sein sollte, zählt natürlich gleichermaßen eine freundliche Begrüßung.

3. Falscher Dresscode

Mache dir im Vorfeld des Bewerbungsgesprächs Gedanken, welche Kleidung im Unternehmen getragen wird. Es wäre äußerst unangenehm für dich im Vorstellungsgespräch bei einer Bank in Jeans und T-Shirt einer Reihe von Anzugträgern mit Schlips gegenüber zu sitzen. Gerade in konservativeren Branchen (z.B. Banken und Versicherungen) wird nach wie vor Wert auf einen konservativen Kleidungsstil gelegt. In „jüngeren“ und „hipperen“ Branchen wie bspw. Medien oder generell Startups kannst du dich selbstverständlich lockerer kleiden.

4. Mangelnde Vorbereitung

Auch dieser Punkt ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Informiere dich in den Tagen vor deinem Bewerbungsgespräch über das Unternehmen und die Branche, in dem es tätig ist. Gerade bei größeren Unternehmen, über die häufig etwas in der Presse zu lesen steht, ist das sehr wichtig. Und ein kleiner Zusatztipp: Checke auch am Tag deines Vorstellungsgesprächs noch die Nachrichten. Es wäre nämlich ziemlich unangenehm, wenn es gerade an dem Tag breaking news zum Unternehmen gäbe, die du versäumt hast und du somit einen unvorbereiteten Eindruck hinterlässt.

5. Desinteresse

Vielleicht der fatalste Fehler, den du in einem Bewerbungsgespräch machen kannst. Wer stellt schon gerne einen Bewerber ein, der sich nicht für das Unternehmen interessiert. Konkret bedeutet das für dich, dass du dir eine Reihe von Fragen zum Unternehmen und dem Job überlegt hast. Einem Bewerber, der keine Frage hat, wird man kein besonderes Interesse an der Tätigkeit unterstellen.

6. Langeweile

Bei der Fülle an Gesprächen, die ein Personaler Woche für Woche führt, sind die schlimmsten wahrscheinlich diejenigen mit langweiligen Bewerbern. Häufig wird Bewerbern gleich zu Beginn die Frage gestellt: „Erzählen Sie mir/uns doch ein wenig über sich?“ Diese Aufforderung treibt vielen Kandidaten den Angstschweiß auf die Stirn, weil sie so herrlich unkonkret ist. Es gibt auch keine Patentantwort darauf – zu vielfältig sind die Lebensläufe und Persönlichkeiten von Bewerbern.

Ein Tipp ist jedoch wichtig: Bete in so einer Situation nicht gebetsmühlenartig deinen Lebenslauf herunter. Den hat der Personaler bereits gelesen. Viel interessanter und unterhaltsamer ist das, was sich hinter den Zeilen verbirgt. Erzähle deinem Gesprächspartner ein paar Highlights und Anekdoten aus deinem Leben, die etwas über dich und deinen Charakter verraten. Das wird das Interesse deines Arbeitgebers wecken und daraus ergeben sich Anknüpfungspunkte für das weitere Gespräch.

7. Lügen und Geheimnisse

In einem Bewerbungsgespräch haben Lügen und Geheimnisse nichts verloren. Dein möglicherweise zukünftiger Arbeitgeber will sich schließlich ein offenes und ehrliches Bild von dir machen. Viele Bewerber meinen, dass sie bestimmte Punkte in ihrem Lebenslauf beschönigen oder vertuschen müssen. Das ist in den meisten Fällen keine gute Strategie. Sprich lieber alles offen an. Das hinterlässt immer einen besseren Eindruck.

Ein gutes Beispiel dafür sind längere Studienzeiten oder Lücken im Lebenslauf. Wenn du ein paar Semester länger als die Mindeststudiendauer studiert hast, dann erkläre deinem Gesprächspartner, warum das so war. Es gibt bestimmt eine vernünftige Erklärung dafür (Nebentätigkeiten, Zweitstudien, Reisen, etc.). Gleiches gilt für Lücken im Lebenslauf. Du hast in der Zeit sicherlich etwas gemacht, was mglw. auch für deinen Arbeitgeber von Interesse ist.

Zu guter Letzt wollen wir darauf hinweisen, dass es hingegen auch einige unzulässige Fragen seitens des Arbeitgebers in einem Bewerbungsgespräch gibt. Generell darf sich dieser nicht nach deinen privaten Verhältnissen erkundigen. Dazu gehören bspw. die Familienplanung, Schwangerschaft, deine Wohn- oder Vermögenssituation und Krankheiten. Letztere dürfen nur abgefragt werden, wenn diese eine Relevanz für die Arbeit haben (bspw. bei Ärzten, Krankenschwestern oder in Berufen, wo du bestimmten giftigen Substanzen ausgesetzt bist).

8. Überheblichkeit

Naturgemäß ist ein Bewerbungsgespräch auch eine Werbeveranstaltung in eigener Sache. Ein gewisses Maß an Eigenlob und Selbstvermarktung ist somit selbstverständlich erlaubt. Die Grenze sollte jedoch dort gezogen werden, wo die Selbstvermarktung in Überheblichkeit überschlägt. Arrogante Prahler kommen in keinem Unternehmen gut an. Auch wenn du in deinem Leben schon viel erreicht hast, kommt ein gewisses Unterstatement sicherlich sympathischer bei deinen Gesprächspartnern rüber als einen auf dicke Hose zu machen.

9. Überzogene Ansprüche

Am Ende eines Bewerbungsgesprächs geht es meist ans Eingemachte – sprich, an die vergütungsrelevanten Themen. In vielen Fällen musstest du bereits deine Gehaltsvorstellung in deinen Bewerbungsunterlagen angeben. Es ist natürlich immer ungünstig, wenn deine Vorstellung deutlich über derjenigen deines Arbeitgebers liegt. Das signalisiert dem Unternehmen, dass du nur wenig Gefühl für das „Preis-Leistungs-Verhältnis“ zwischen deiner Person und dem Job hast.

Vorsicht ist auch bei anderen Themen im Zusammenhang mit der Vergütung angesagt. Du solltest bspw. nicht lautstark einen Firmenwagen fordern, wenn dieser seitens des Arbeitgebers nicht vorgesehen ist. Höre dir also lieber an, was das Unternehmen bereit ist zu bieten und reagiere angemessen darauf.

10. Schlechter letzter Eindruck

Hier gilt das, was bereits unter Punkt 2 gesagt wurde. Erwiesenermaßen bleiben einem der erste und der letzte Eindruck eines Gesprächs am längsten in Erinnerung. Umso wichtiger ist es, dass du dich ordentlich von deinen Gesprächspartnern verabschiedest. Auch wenn das Bewerbungsgespräch vielleicht nicht so gut lief, darfst du auf keinen Fall vergessen, dich für das Gespräch zu bedanken und dich freundlich zu verabschieden.

Fazit

Natürlich gibt es deutlich mehr als 10 Fehler, die du in einem Bewerbungsgespräch machen kannst. Der mit Abstand größte Fehler ist jedoch, dass du aus Angst, irgendeinen Fehler zu machen, total verkrampft und unnatürlich bist. Das fällt jedem Personaler sofort auf und wird dir bestimmt nicht positiv angerechnet.

Sei dir bewusst, dass es weder den perfekten Kandidaten für den Job gibt noch das perfekte Bewerbungsgespräch. Es wird immer irgendetwas nicht so laufen, wie du es dir gewünscht hast. Das ist gar kein Grund zur Sorge. Dein Arbeitgeber macht sich schließlich ein Gesamtbild von dir, sodass du Negativpunkte in einem Bereich auch wieder mit Pluspunkten aus anderen Bereichen ausgleichen kannst.

Zu guter Letzt wollen wir dir noch ein paar Websites empfehlen, auf denen du weitere Tipps und Tricks für ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch findest.

Bernd Slaghuis

Absolventa

Karrierebibel

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